Schleswig-Holsteinische SPD-Bundestagsabgeordnete demonstrieren am Equal Pay Day 2014

Die schleswig-holsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten Sönke Rix und Bettina Hagedorn beim Equal Pay Day 2014 in Berlin

Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern muss endlich Gesetz werden

Am 21. März 2014 ist Equal Pay Day – Frauen müssten also bis zu diesem Tag arbeiten, um das Vorjahresgehalt der Männer zu erzielen. Die unbereinigte Lohnlücke zwischen Frauen und Männern beträgt damit wie gehabt 22 Prozent. Um auf diesen Missstand hinzuweisen, rief der Deutsche Gewerkschaftsbund zusammen mit dem Deutschen Frauenrat und dem Sozialverband Deutschland zur Demonstration am Brandenburger Tor auf.

Die schleswig-holsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann, Sönke Rix und Bettina Hagedorn beim Equal Pay Day 2014 in Berlin
Die schleswig-holsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann, Sönke Rix und Bettina Hagedorn beim Equal Pay Day 2014 in Berlin

„Deutschland liegt im EU-Vergleich auf einem der letzten Plätze. Von alleine ändert sich gar nichts – der Wert ist seit Jahren gleich. Es ist höchste Zeit für ein Gesetz gegen Lohndiskriminierung. Dieses muss Transparenz über den Lohn im Betrieb und in Tarifverträgen herstellen. Und es muss durch verbindliche Verfahren sicherstellen, dass Lohnungleichheit beseitigt wird“, fordern die SPD-Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn, Birgit Malecha-Nissen, Sönke Rix, Ernst Dieter Rossmann und Franz Thönnes am Rande der Demonstration.

Die bereinigte Lohnlücke, also der Vergleich zwischen Männern und Frauen mit vergleichbaren Qualifikationen und Lebensläufen, beträgt zwischen 7 und 8 Prozent. Dieser Unterschied ist allein auf das Geschlecht zurückzuführen.

Die schleswig-holsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten Franz Thönnes und Ernst Dieter Rossmann mit Sophie Treu, Praktikantin im Büro Rossmann, beim Equal Pay Day 2014 in Berlin
Die schleswig-holsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten Franz Thönnes und Ernst Dieter Rossmann mit Sophie Treu, Praktikantin im Büro Rossmann, beim Equal Pay Day 2014 in Berlin

Im Koalitionsvertrag wurde vereinbart, dass die bestehende Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen nicht zu akzeptieren ist. Bis Ende dieses Jahres wird Familienministerin Manuela Schwesig deshalb Eckpunkte für Regeln festlegen, die in Unternehmen für mehr Transparenz bei der Entgeltgleichheit sorgen sollen. „Auf dieser Grundlage müssen wir dann Vorgaben machen, damit Frauen für ihre Arbeit den Lohn bekommen, den sie verdienen“, erklären die schleswig-holsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten.

Die schleswig-holsteinische SPD-Bundestagsabgeordnete Birgit Malecha-Nissen beim Equal Pay Day 2014 in Berlin
Die schleswig-holsteinische SPD-Bundestagsabgeordnete Birgit Malecha-Nissen beim Equal Pay Day 2014 in Berlin

Hintergründe zur Lohnlücke:

Die Lohnlücke in Deutschland wird sowohl in bereinigter und als auch in unbereinigter Form dargestellt. Die unbereinigte Lohnlücke beträgt 22 Prozent und vergleicht alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer miteinander, unabhängig von individuellen Faktoren wie der wöchentlichen Arbeitszeit, der Branche oder der Hierarchiestufe. Der Unterschied von 22 Prozent ist somit auf schlechtere Zugänge von Frauen in bestimmte Berufe oder Gehaltsgruppen zurückzuführen.

Die bereinigte Lohnlücke dagegen klammert diese Faktoren aus. Hier werden nur Gehälter von Frauen und Männern herangezogen, die vergleichbare Berufsbiografien haben. Diese bereinigte Lohnlücke beträgt je nach Rechnung 7-8 Prozent und ist alleine mit dem Geschlecht der Entlohnten zu begründen.