Auf direktem Weg nach Berlin in den Bundestag

Am Donnerstag (21.5.2015) zieht die SPD-Politikerin Karin Thissen aus Itzehoe in den Deutschen Bundestag ein. Sie übernimmt als Nachrückerin das Amt des neuen Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels und wird sich im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft vor allem auf ihre politischen Anliegen für den Tierschutz und Lebensmittelsicherheit fokussieren. Die Mutter von vier Kindern hat als amtliche Tierärztin mit 22 Jahren Berufserfahrung den Blick für die wesentlichen Dinge im Leben und für das Leben von Tieren.

„Ich möchte in den verbleibenden gut zwei Jahren der Wahlperiode in Berlin den Tierschutz auf die politische Agenda bringen und werde mich für mehr Sicherheit unserer Lebensmittel einsetzen“, sagt Dr. Karin Thissen. Die promovierte Veterinärmedizinerin kennt sich in der Branche gut aus und hat in den vielen Jahren das nötige Insiderwissen gesammelt, um die Details politisch zu hinterfragen, dies auch um gegen mögliche Missstände anzukämpfen. Dabei will sich Thissen (SPD) auch für die Einhaltung bestehender Gesetze und Vorschriften politisch stark machen.

„Wir brauchen sicher ein gesellschaftliches Umdenken, aber auch eine bessere Kontrolle in der Tierhaltung und deren Nutzung durch die staatlichen Institutionen, um in diesen Themen etwas zu bewegen“, meint die Tierärztin, die sich in Berlin vor allem in Ihrem Fachressort deutlich positionieren will.

Nach Wochen des Wartens geht es nun endlich von Schleswig-Holstein nach Berlin. Dabei hat Karin Thissen vieles im Vorfeld bedacht und im Voraus geplant. Nur der Streik der GDL war nicht –oder nur zum Teil– kalkulierbar. Ihre Anreise ins Regierungsviertel direkt vor Parlament organisiert die Neu-Abgeordnete nun daher mit dem PKW. „Ich möchte ja nicht bei meinem Einstand und ersten Tag zu spät oder sogar gar nicht kommen. Das würde unnötige Kosten verursachen!“, sagt die SPD-Politikerin ernst. Aufgrund der unmittelbaren Anwesenheitspflicht als frisch gebackene Parlamentarierin, hat Karin Thissen bereits am Donnerstag in Berlin im Plenum präsent zu sein. Wer unentschuldigt fehlt, der zahlt. Da hilft auch nicht der Fingerzeig auf den Bahnstreik, wenn es ein Mitglied des Bundestages (MdB) nicht schafft, so vom Bundestagspräsidenten diese Woche noch einmal verfügt. „Das können schnell mal ein paar hundert Euro werden und allem voran möchte ich ja etwas bewegen und dafür muss ich logischerweise zu den Abstimmungen in Berlin sein“, stellt die Sozialdemokratin klar. Also geht es direkt nach Mandats-Annahme vom Landeswahlleiteramt in Kiel auf die Autobahn Richtung Hauptstadt und das im Eiltempo. Die ersten namentlichen Abstimmungen sind für den Abend angesetzt und die Stimmkarte muss nach Schließung der Abstimmung im Stimmkasten liegen. „Glücklicherweise habe ich in den letzten Wochen alle mir möglichen Vorbereitungen getroffen, so dass ich nun direkt ins Plenum laufen kann, sollte es zeitlich wirklich eng werden“, lächelt Karin Thissen. Die Stimmkarten liegen zumindest schon im Fach vor dem Saal bereit.